AH-Ausflug Ulm 2019

Mehrere Herren mittleren Alters der AH SGM Mariazell/Locherhof machen sich am Samstag 14.09.2019 frühmorgens mit dem Zug auf den Weg Richtung Ulm. Ausnahmsweise ohne Zugausfall oder Verspätung beziehen wir unser Quartier gegen halb elf im Bierkulturhotel in Ehingen.

 Bei einem mittlerweile zur Gewohnheit gewordenen sonnig warmen AHAusflugswetter starten wir unsere Wanderung auf dem Bierwanderweg Ehingen. Nach wenigen 100 Metern die erste Rast am Brauereigasthof Rössle, wo uns der freundliche Wirt in Rekordzeit 26 Halbe des ausgezeichneten Gebräus ausschenkt. Jetzt stand uns eine längere Durststrecke durch das schöne Donautal bevor, bis die Brauerei Ulrich Berg in Sichtweite kommt. Völlig ausgetrocknet löschen wir unseren Durst mit dem weithin bekannten Bergbier. Mit allerlei deftigen Speisen gestärkt geht es auf die Schlußetappe wieder Richtung Bierkulturhotel.

Abends erkunden wir die kulturelle Welt Ehingens. Zu unserem Entsetzen besteht diese jedoch nur aus einer kleinen Apres Ski Holzhütte und ein bis zwei sehr spartanisch eingerichteten Kneipen. Wir entscheiden uns für die Blockhütte und feiern bis spät in die Nacht im Heiligs Blechle, in der ein äußerst schräger Vogel als DJ unter tief hängenden BH`s mit seinen Gesangseinlagen nicht wirklich überzeugen kann.

Am Sonntag dann steht Ulm auf dem Programm. Eine Stadtführung kann mitunter schon mal sehr ermüdend und lang werden. Unsere Stadtführerin allerdings ist der Knaller. Mit vielen interessanten Geschichten und Anekdoten und der Begeisterung für ihre Stadt gelingt ihr das schier unglaubliches Kunststück bei einer Männerreisegruppe im besten Alter das Interesse für Stadtgeschichte zu wecken. So erfahren wir das Einstein in Ulm die erste Zeltbeleuchtung konzipierte und diese auch später eigenhändig in einem Festbierzelt auf dem Oktoberfest München in luftiger Höhe montierte. Ebenso stehen wir vor dem schiefsten Hotel der Welt in dem die Betten unterschiedlich lange Füße haben damit man nicht rausfällt. Auch neu für uns ist, dass ein Ulmer Bäcker seinen Kopf vor der Guillotine nur dadurch rettete, indem er die Brezel erfand.

Nach der kurzweiligen Stadtbesichtigung erklimmen wir das Ulmer Münster. Die Aussicht von oben ist einfach phänomenal und immer wieder faszinierend ist die Vorstellung wie die Leute damals ohne technische Geräte und Liebherr-Kran so eine monströse Kirche bauen konnten. Mittags dann geht es in die Altstadt und im Fischerviertel lassen wir uns in einer der unzähligen Kneipen nieder. So trinken wir noch das ein oder andere Ulmer Hopfengetränk während die Sonne langsam hinterm Horizont verschwindet. Es gibt sicher schlechteres..

Am Montag, dem letzten Tag unserer Reise unternehmen wir eine Werksbesichtigung bei Liebherr in Ehingen. Schon von weitem beeindrucken die in die Höhe ragenden Krane des Weltmarkführers für Mobil- und Raupenkrane. Bei der ausführlichen 4 1 /2 stündigen Besichtigung nehmen wir beinahe alle Produktionsschritte in Augenschein und bewältigen nebenbei bemerkt auch die Strecke von ca. 6 km zu Fuß. In den riesigen Montagehallen werden „kleinere“ kompakte Mobilkrane aber auch Monsterkrane wie der LR 13000 mit einer Tragfähigkeit von 3000 Tonnen und einer Gesamtlänge von maximal 246 Meter gebaut. Um so einen Kran an seinen Einsatzort zu transportieren werden 80 Tieflader benötigt. Wir erfahren aber auch das Liebherr riesige Sonnenschirme für die heiligen Stätte Medina und Mekka in Saudi-Arabien herstellte um die Pilger vor der Sonne zu schützen. Nicht ausgespart wird auch das größte Unglück mit einem Liebherr-Kran das sich beim Aufstellen der Sonnenschirme in Mekka ereignete. Dabei fiel während eines Unwetters ein Liebherr-Raupenkran um und durschlug das Dach der großen Moschee. Es kommen 107 Menschen ums Leben. Ursache war unsachgemäßer Umgang des Krans bei Sturm.

So geht ein toller Ausflug zu Ende und völlig ermattet von Lasten und Tonnen, Stahlstärken und Hubhöhen holt uns der Echle-Bus direkt bei Liebherr ab und kutschiert uns zurück in die Heimat.

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